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Weltweite Wertschöpfungsstrukturen gestalten – Global Footprint –

Erfolgsfaktoren für die wertorientierte Gestaltung der Wertschöpfungskette

Ganzheitliche Betrachtung:
Es werden die globalen Wertströme zwischen weltweiten Standorten, Lieferanten und Kunden und somit die komplette Wertkette (Source – Make – Deliver) betrachtet. Des Weiteren werden die Perspektiven: Markt, Wettbewerb, Technologie, Logistik, Beschaffung, Produktionskapazitäten berücksichtigt, unter Abkehr von einer reinen Kostenbetrachtung.

Dabei spielen insbesondere die internationalen Aspekte bzw. Risiken eine gewichtige Rolle: Zölle, Wechselkurse, Local Content, politische Stabilität, Inflation, Produktivität, Faktorkosten, Lohnkostendynamik und Aspekte der internationalen Logistik.

Abstimmung der Unternehmensbereiche:
Die Berücksichtigung der Effekte einer Produktionsverlagerung auf die vor- und nachgelagerten Wertschöpfungsstufen umfassen insbesondere Forschung und Entwicklung, Vertrieb, Beschaffung, und Logistik. Eine Abstimmung der Bereiche über die Strategien aus deren jeweiligen „ Sicht der Dinge“, ermöglicht erst die ganzheitliche Sicht auf hohe Kostensenkungspotenziale.

Grafik

Finanzmodellierung:
Hierfür sind alle erforderlichen Supply Chain-Daten zu hinterlegen. Die Finanzmodelle beinhalten sowohl die Kosteneinsparungen, die einmaligen Aufwendungen, den Investitionsbedarf als auch die zusätzlichen Umsätze.

Management und Organisation:
Ein erfahrenes Team ist für die Planung und Umsetzung, das Controlling der Fortschritte und Auswirkungen sowie die Absprache mit Kunden, Lieferanten und betroffenen Funktionsbereichen
verantwortlich.

Mit einer steigenden Anzahl von dezentralen Standorten ist auch die Verteilung der zentralen und dezentralen Kompetenzen festzulegen.

Dynamische Betrachtung:
Es ist wichtig, zukünftige Entwicklungen sowie potenzielle Risiken systematisch in die Entscheidungen einfließen zu lassen. Durch Sensitivitätsanalysen kann festgestellt werden, wie weit die Parameter abweichen dürfen, bevor die Global Supply Chain optimierte Struktur verändert werden muss. Weiterhin müssen mögliche Risiken (z. B. Umsatzeinbruch, Wechselkursschwankungen,
Lohnsteigerung, usw.) definiert werden.

Risikomanagement:
Die Auswirkungen auf die Supply Chain müssen bewertet und die Risiken kontinuierlich überwacht werden. Die nötigen Anpassungen der Supply Chain sollten weitgehend in der Schublade liegen, um im Krisenfall nach einer entsprechenden Anpassung schnell reagieren zu können. Besondere Herausforderungen für die Bildung von Szenarien liegen dabei in der Problematik der sprungfixen Kosten (z. B. um in China zu sourcen ist es empfehlenswert, die Qualitätssicherung vor Ort aufzubauen) sowie in der Frage, wann welche Kosten auftreten und wann entsprechende Entscheidungen getroffen werden müssen