Deutsche Direktinvestitionen
Alle sprechen über Standort China. Ist China ein bevorzugter Standort bei den deutschen Unternehmen?
So sieht die Statistik für deutsche Direktinvestitionen aus:

Die deutschen Unternehmen investierten 2009 mehr in Mittel- und Osteuropa als in den Ländern Brasilien, Russland, Indien und China (BRIC) zusammen. Zahlen für 2010 sind noch nicht veröffentlicht. Es ist aber zu erwarten, dass mit der steigenden Kaufkraft die Region Asien (nicht nur China) an Bedeutung gewinnt. Entgegen vieler Medienberichte behält aber Osteuropa eine feste Funktion in den internationalen Wertschöpfungsnetzwerken.
In 2011 rückt China zum ersten Mal an die Spitze der gefragtesten Investitionsstandorte der deutschen Industrie. Das geht aus einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages hervor, wie die „Berliner Zeitung“ berichtet. Demnach planen mittlerweile 43 Prozent der Unternehmen, den Aufbau neuer Vertriebs- oder Fertigungskapazitäten in China. Das sind sechs Prozentpunkte mehr als im vergangenen Jahr. Damit verdrängt China Europa von der Spitze der beliebtesten Regionen für Investitionen. Wie aus der Umfrage weiterhin hervorgeht, rückt zunehmend auch Südamerika ins Blickfeld der deutschen Industrie. Vor allem die Kfz-Industrie setzt auf Märkte in Asien und Lateinamerika. Insgesamt, so der DIHK, schreitet die Internationalisierung der deutschen Industrie rasant voran. Die Unternehmen werden in diesem Jahr so viel im Ausland investieren wie noch nie.
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