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Afrika – ein Kontinent auf dem WachstumspfadAfrika ist heute wirtschaftlich auf dem Sprung. Einige Regionen besitzen mehr Kaufkraft als die BRIC-Länder, und dynamisch wachsende Unternehmen stellen attraktive M&A- und Investmentziele oder Geschäftspartner dar. Während der Blick des Westens in den vergangenen Jahren vor allem auf den aufstrebenden Volkswirtschaften und Unternehmen Chinas, Indiens, Osteuropas und Lateinamerikas ruhte, gab es in Teilen Afrikas große Fortschritte. Die Analyse der ausländischen Direktinvestitionen (FDI) in Bezug auf Projekte zeigt, dass im vergangenen Jahrzehnt in Afrika ein Anstieg der ausländischen Direktinvestitionen von 338 neuen Projekten in 2003 auf 633 im Jahr 2010 (ein Plus von 87%) stattgefunden hat. Trotz eines Rückgangs der Investitionen in den letzten paar Jahren nach einem Höchststand im Jahr 2008 ist Afrika ein attraktives Investmentziel geblieben und konnte seinen relativen Anteil der ausländischen Investitionen beibehalten. Ein starkes Wachstum in neue Projekte in Afrika ist ab dem nächsten Jahr mit ADI-Zuflüssen bis auf 150 Mio. USD in 2015 zu erwarten. FDI hat eine besonders wichtige Rolle als zukünftige Quelle des langfristigen Kapitals zur Reinvestition in die Infrastrukturinitiativen und als Beschleuniger des nachhaltigen Wachstums in Afrika. Obwohl der afrikanische Anteil an den weltweiten Direktinvestitionen im letzten Jahrzehnt gewachsen ist, glauben wir, dass es die Steigerung der Attraktivität einer Region, die höchsten Wachstumsraten und höchsten Return on Investment in der Welt hat, nicht adäquat spiegelt. Afrika wird zunehmend attraktiv für internationale Investoren aus den Schwellenländern. Während des letzten Jahrzehnts haben sich Investitionen in Afrika aus den Schwellenländern rasch von 100 neuen Projekten im Jahr 2003 auf 240 im Jahr 2010 erhöht. Investitionen aus den Schwellenländern umfassen nun 38% der gesamten FDI in Afrika gegenüber 30% im Jahr 2003. Die afrikanische Wachstumsstory wird in den letzten zehn Jahren durch einen längerfristigen Prozess wirtschaftlicher und regulativer Reformen, die in weiten Teilen des Kontinents seit dem Ende des Kalten Krieges stattgefunden haben, untermauert. Haushaltsdefizite wurden reduziert, Staatsbetriebe privatisiert, regulative und rechtliche Systeme verstärkt und viele afrikanische Volkswirtschaften öffneten die Märkte für den internationalen Handel und Investitionen. Die Analyse der Projekte zeigt, dass die Investitionen über den ganzen Kontinent verteilt sind. Zehn afrikanische Länder zogen 70% der neuen FDI-Projekte in Afrika zwischen 2003 und 2010 (Südafrika, Ägypten, Marokko, Algerien, Tunesien, Nigeria, Angola, Kenia, Libyen, Ghana) an. Das kontinuierliche Wachstum der ausländischen Direktinvestitionen wird zum Teil von der wirtschaftlichen Entwicklung der wichtigsten afrikanischen Märkte und dem Wachstum der Schwellenländer wie China und Indien abhängen. Das BIP-Wachstum von Afrika wird weiterhin robust bleiben. Es wird mit durchschnittlichem Wachstum des BIP von 5% bis 2015 gerechnet. Dabei wird angenommen, dass die Nachfrage auf den afrikanischen Märkten stark und die Rohstoffpreise hoch bleiben.
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